Freitag, kurz vor sechs in Weingarten. Zwei Paare stehen vor der Basilika und wollen essen gehen. Einer tippt „Restaurant in der Nähe” ins Handy, öffnet die erste Seite, sucht die Öffnungszeiten, findet ein PDF von vorletzter Saison und wischt zurück zu Google. Die zweite Seite zeigt sofort: heute bis 22 Uhr geöffnet, Tisch reservieren, Route planen. Zwanzig Minuten später sitzen vier Gäste dort und nicht bei dir.
So etwas passiert jeden Abend in Oberschwaben, und du bekommst es nicht mit. Du siehst die freien Tische, aber nicht die Gäste, die deine Seite nach ein paar Sekunden wieder geschlossen haben. Deshalb geht es in diesem Artikel nicht um Farben und Schriften, sondern um eine Frage: Was muss auf die Seite, damit aus einem Blick aufs Handy eine Reservierung wird? Wenn du gerade überlegst, eine Website für dein Restaurant erstellen zu lassen, bekommst du hier die Liste, die typischen Fehler, die Kosten und den Ablauf, so wie ich ihn mit Gastronomen zwischen Ravensburg, Bad Waldsee und dem Allgäu umsetze.
Was Gäste in den ersten acht Sekunden auf deiner Seite suchen
Die acht Sekunden sind keine Studie, sondern meine Faustregel aus Gastro-Projekten: So lange gibt dir jemand mit Hunger und Handy in der Hand, bevor er zurück zur Suche geht. In dieser Zeit sucht er fast immer dieselben vier Dinge. Findet er eines davon nicht, entscheidet er sich nicht gegen dein Essen, sondern gegen den Aufwand.
1. Hast du heute offen, und bis wann?
Nicht die Wochentabelle ist die wichtigste Information, sondern der heutige Tag. „Heute geöffnet bis 22 Uhr, Küche bis 21 Uhr” beantwortet die Frage, die um Viertel vor sechs wirklich gestellt wird. Ruhetag, Betriebsferien und Feiertage gehören direkt daneben. Steht dein Gast am Montag vor verschlossener Tür, weil die Seite den Ruhetag nicht zeigt, kommt er nicht wieder, und er erzählt es am Stammtisch weiter.
2. Was gibt es, und was kostet es?
Die Speisekarte entscheidet, ob jemand bei dir isst oder beim Italiener zwei Straßen weiter. Gäste wollen Gerichte und Preise sehen, ohne zu zoomen. Wer mit Kindern kommt, sucht das Kindergericht, wer vegetarisch isst, sucht das eine Gericht ohne Fleisch. Genau hier passiert der häufigste Fehler, dazu gleich mehr.
3. Wie bekomme ich einen Tisch?
Eine Telefonnummer, die man auf dem Handy antippen kann, ist das Minimum. Besser ist ein Button „Tisch reservieren”, der beim Scrollen sichtbar bleibt. Ob dahinter ein Formular, ein Reservierungssystem oder deine Telefonnummer steckt, hängt davon ab, wie dein Service arbeitet. Entscheidend ist nur: Der Weg zum Tisch ist nie mehr als einen Fingertipp entfernt.
4. Wie komme ich hin, und wo parke ich?
Die Adresse als Text, ein Button „Route planen”, der direkt die Karten-App öffnet, und ein Satz zum Parken. Gerade bei Ausflugslokalen im Allgäu oder am Bodensee ist die Anfahrt die halbe Entscheidung. Wer nicht weiß, ob der Parkplatz am Sonntag voll ist, fährt lieber dorthin, wo er es weiß.
Warum die Speisekarte als Text mehr Tische füllt als jedes PDF
Viele Restaurant-Websites in der Region verlinken die Speisekarte als PDF oder als abfotografiertes Blatt. Das wirkt praktisch: Die Karte gibt es ja schon, also hochladen und fertig. Die Folgen spürst du trotzdem jeden Tag.
- Auf dem Handy kaum lesbar. Ein A4-PDF auf einem kleinen Bildschirm heißt zoomen, wischen, Überblick verlieren. Viele Gäste brechen genau hier ab.
- Für Google fast unsichtbar. Ein Foto der Karte kann Google kaum als Text lesen. Wer „Maultaschen Bad Waldsee” oder „Flammkuchen Ravensburg” sucht, findet deine Gerichte nicht, obwohl sie auf deiner Karte stehen.
- Schnell veraltet. Das PDF mit den alten Preisen bleibt oft jahrelang online. Der Gast rechnet mit dem alten Preis, bekommt die neue Rechnung und fühlt sich über den Tisch gezogen, auch wenn dein Preis fair ist.
- Langsam. Mehrere Megabyte über eine schwache Mobilfunkverbindung dauern. Bis die Datei offen ist, hat der Gast zwei andere Seiten angeschaut.
Die Lösung ist unspektakulär: Die Karte steht als normaler Text auf der Seite, gegliedert nach Vorspeisen, Hauptgerichten und Desserts, mit Preisen und einer Kennzeichnung für vegetarisch, vegan und Allergene. Auf einer WordPress-Seite mit Elementor Pro änderst du einen Preis selbst in zwei Minuten, ohne jemanden anrufen zu müssen. Ein PDF zum Ausdrucken kannst du zusätzlich anbieten, nur eben nie als einzige Variante.
Reservierung: Jeder zusätzliche Schritt kostet dich einen Tisch
Stell dir den Mittagsservice vor. Das Telefon klingelt, du hast drei Teller in der Hand. Entweder du lässt es klingeln oder der Service steht still. Diese Entscheidung triffst du jeden Tag, und beide Antworten kosten dich etwas. Eine Website, die Reservierungen auch außerhalb deiner Telefonzeiten annimmt, nimmt dir genau diese Entscheidung ab.
Für die meisten Restaurants in der Region gibt es drei sinnvolle Wege:
- Telefon, aber richtig eingebunden. Die Nummer ist auf jedem Bildschirm antippbar, daneben steht, wann du erreichbar bist. Das ist günstig und persönlich, funktioniert aber nur, wenn jemand abnimmt.
- Reservierungsformular. Datum, Uhrzeit, Personen, Name, Telefon. Die Anfrage kommt per E-Mail, du bestätigst. Das kostet nichts extra, der Gast wartet aber auf deine Antwort.
- Reservierungssystem. Der Gast sieht freie Zeiten und bekommt sofort eine Bestätigung. Das lohnt sich bei vielen Reservierungen, kostet aber eine monatliche Gebühr beim Anbieter und funktioniert nur, wenn das ganze Team es auch für telefonische Buchungen nutzt.
Welcher Weg zu dir passt, kläre ich im Erstgespräch mit dir. Die Regel bleibt gleich: Der Tisch für acht Personen am Samstag darf nicht beim Gasthof im Nachbarort landen, nur weil bei dir um 15 Uhr niemand ans Telefon gehen konnte.
Vier Beispiele aus Oberschwaben und dem Allgäu
Theorie ist das eine. So sieht das bei Betrieben aus, die ich gebaut habe oder betreue.
Burggaststätte Alttrauchburg: Lage zeigen, Fragen vorher beantworten
Die Burggaststätte Alttrauchburg liegt direkt an der Burgruine zwischen Wengen und Kleinweiler im Allgäu. Ein Ausflugslokal lebt davon, dass Leute losfahren. Deshalb zeigt die Seite die Lage mit einer eigenen Drohnen-Aufnahme statt mit einem Foto aus der Bilddatenbank. Die Navigation führt zu genau dem, was man vor dem Ausflug wissen will: Öffnungszeiten als gut lesbare Tabelle mit Ruhetag-Hinweis, Speisekarte als sichtbarer Button oben rechts, Routenplanung mit einem Klick, dazu ein Bereich „Aktuelles” für saisonale Hinweise und Veranstaltungen. Das Ziel: weniger Anrufe mit immer gleichen Fragen und mehr Gäste, die informiert ankommen.
Café Walfisch in Wangen: aktuell bleiben, ohne selbst an die Technik zu müssen
Beim Café Walfisch in Wangen bin ich für Hosting und Pflege zuständig. Ich halte die Seite aktuell, tausche Inhalte und sorge dafür, dass sie technisch läuft. Das klingt unspektakulär, ist aber der Teil, an dem die meisten Gastro-Seiten scheitern: Gebaut wurde sie mal, gepflegt wird sie nie. Marion Schmid vom Café Walfisch hat es so beschrieben:
Egal um was es geht, Unterstützung kommt immer sehr schnell und total unkompliziert.
Marion Schmid, Conditorei und Café Walfisch, Wangen
Pizza Max in Weingarten: bestellen statt nur anschauen
Bei Pizza Max in Weingarten ging es um mehr als Öffnungszeiten. Neben einem neuen Markenauftritt gibt es dort einen Shop, über den Kunden aus der Umgebung direkt online bestellen, von der Auswahl bis zur Bezahlung. Für Lieferdienste und Abholbetriebe ist das die logische Erweiterung: Die Website zeigt nicht nur, was es gibt, sie nimmt die Bestellung auch an.
Gasthaus zum Hirschen in Bad Waldsee: eigene Bilder statt Stockfotos
Für das Gasthaus zum Hirschen in Bad Waldsee habe ich die Website neu gebaut, das Erscheinungsbild überarbeitet und eigene Fotos eingebunden. Das Haus hatte eine lange Geschichte, und genau die sollte man auf der Seite sehen: den Gastraum, die Gerichte, die Menschen. Leider musste das Gasthaus Anfang 2025 schließen. Die Lektion aus dem Projekt gilt trotzdem für jedes Gasthaus in der Region: Gäste wollen deinen Gastraum sehen, nicht irgendeinen.
Die fünf Fehler, die auf Restaurant-Websites am meisten Gäste kosten
Wenn ich mir Gastro-Seiten in Oberschwaben anschaue, tauchen immer wieder dieselben fünf Probleme auf. Jedes davon kostet dich Reservierungen, ohne dass du es merkst.
- Öffnungszeiten widersprechen sich. Auf der Website steht etwas anderes als im Google-Profil. Der Gast glaubt dann keinem von beiden und ruft lieber woanders an.
- Die Speisekarte gibt es nur als PDF. Siehe oben: schwer lesbar, für Google kaum auffindbar, oft veraltet.
- Die Seite funktioniert auf dem Handy nicht richtig. Winzige Schrift, Telefonnummer nicht antippbar, Bilder laden ewig. Die meisten deiner Gäste suchen dich auf dem Handy, oft unterwegs.
- Fotos aus der Bilddatenbank. Ein Stockfoto von Pasta sagt nichts über deine Pasta. Echte Fotos aus deinem Haus schaffen Vertrauen, auch wenn sie nicht perfekt sind.
- Niemand ist zuständig. Der Hinweis auf die Betriebsferien vom letzten Sommer steht noch auf der Startseite, das Weihnachtsmenü vom Vorjahr auch. Für den Gast heißt das: Hier kümmert sich niemand. Den Schluss zieht er dann auch für die Küche.
Was eine Website für dein Restaurant kostet
Die ehrliche Antwort: Es hängt davon ab, was die Seite können soll. Damit du trotzdem rechnen kannst, hier meine Preise, so wie ich sie auch öffentlich nenne:
| Umfang | Was drin ist | Preis | Dauer |
|---|---|---|---|
| Kompakte Seite mit Astro | Öffnungszeiten, Speisekarte als Text, Reservierung, Anfahrt, Fotos, Impressum; Änderungen trage ich ein | ab 1.300 € | rund 6 Wochen |
| Kompakte Seite mit WordPress | dasselbe, Speisekarte und Öffnungszeiten pflegst du selbst | ab 1.800 € | rund 6 Wochen |
| Größerer Auftritt | dazu Unterseiten wie Feiern und Gruppen, Veranstaltungen, Gutscheine | auf Anfrage | rund 8 Wochen |
| Mit Bestellfunktion oder Shop | Online-Bestellung bis zur Bezahlung, wie bei Pizza Max | auf Anfrage | nach Umfang |
| Hosting und Wartung | bei WordPress im Tarif WordPress Care: Server in Deutschland, SSL, tägliche Backups, Updates mit Prüfung; Änderungen auf Zuruf ab WordPress Standard | ab 45 € im Monat | laufend |
Texte und Struktur schreibe ich, Fotos und Videos laufen bei Bedarf über Partner und werden vorher angeboten. Ein Reservierungssystem eines externen Anbieters hat meist eine eigene monatliche Gebühr, die du direkt mit dem Anbieter abrechnest.
Ob sich das lohnt, rechnest du am besten andersherum. Nimm einen Tisch für vier an einem Samstagabend und überleg, was er dir bringt. Wenn deine Website dir im Monat nur zwei solche Tische zusätzlich bringt, die sonst im Nachbarort gelandet wären, hat sie sich bei den meisten Wirten nach wenigen Monaten bezahlt gemacht. Und die Gäste, die einmal da waren, kommen wieder, ganz ohne Website.
So läuft es ab, wenn du die Website bei mir erstellen lässt
Du sollst nicht zum Webdesigner werden müssen, um eine gute Seite zu bekommen. Deshalb ist der Ablauf so gebaut, dass dein Aufwand klein bleibt:
- Anfrage, etwa 2 Minuten. Du schreibst mir über das Anfrageformular, was du vorhast.
- Telefonat, etwa 30 Minuten. Wir klären, wie du Reservierungen annimmst, was dich an der jetzigen Situation nervt und welche Gäste du dir mehr wünschst.
- Angebot und Konzept, für dich 0 Minuten. Du bekommst einen festen Preis und einen Plan, was auf die Seite kommt und in welcher Reihenfolge.
- Umsetzung und Livegang, 1 bis 2 Feedback-Runden. Ich schreibe die Texte, baue die Seite, binde Speisekarte, Reservierung und Anfahrt ein und zeige dir den Entwurf. Ab dem Paket Standard bekommst du nach dem Livegang ein Erklärvideo, damit du Öffnungszeiten und Preise selbst ändern kannst.
Danach bin ich weiter dein Ansprechpartner: Hosting, Updates und Backups laufen bei mir, und wenn du das Wintermenü online haben willst, schreibst du mir eine kurze Nachricht. Was Wartung im Detail umfasst und was sie kostet, steht im Artikel über WordPress-Wartung.
Mein Rat, bevor du irgendwen beauftragst
Egal ob du mit mir arbeitest oder mit jemand anderem: Beantworte dir vorher drei Fragen. Was soll die Seite in erster Linie bringen, Reservierungen, Bestellungen oder Anfragen für Feiern? Wer pflegt die Öffnungszeiten, wenn sich etwas ändert? Und wen rufst du an, wenn die Seite an einem Samstag nicht erreichbar ist? Wenn du auf die dritte Frage keinen Namen hast, ist das der wichtigste Punkt auf deiner Liste.
Ich sitze in Eberhardzell, zwischen Biberach und Bad Waldsee, und gehe selbst ans Telefon. Wenn du willst, schauen wir uns deine jetzige Seite gemeinsam an, und ich sage dir ehrlich, ob sich ein Neubau lohnt oder ob ein paar Änderungen reichen.